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Ohrringe, Frau/Mädchen?

Letzte Nachricht: 2. Mai um 11:24
J
jsna_23076769
20.02.21 um 1:29

Findet ihr das zu einem/er Mädchen/Frau Ohrringe gehören?
Ich finde es irgendwie befremdlich, wenn ich Frauen oder Ältere Mädchen sehe die nicht mal Ohrlöcher haben. Geht es euch auch so?
Bin gespannt wie ihr das seht/wahrnehmt.

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C
coty_23076403
20.02.21 um 1:42
In Antwort auf jsna_23076769

Findet ihr das zu einem/er Mädchen/Frau Ohrringe gehören?
Ich finde es irgendwie befremdlich, wenn ich Frauen oder Ältere Mädchen sehe die nicht mal Ohrlöcher haben. Geht es euch auch so?
Bin gespannt wie ihr das seht/wahrnehmt.

Hi Natasha,
ich stimme dir zu das Ohrringe irgendwie zu uns Mädchen/Frauen sazu gehören. Aber was das mit dem befremdlich anfühlen, darüber habe ich ehrlich gesagt bis jetzt noch nie bewusst nachgedacht. Doch ich merke jetzt, dass ich das wirklich ein bisschen befremdlich finde.

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B
bruichladdich
20.02.21 um 9:17
In Antwort auf jsna_23076769

Findet ihr das zu einem/er Mädchen/Frau Ohrringe gehören?
Ich finde es irgendwie befremdlich, wenn ich Frauen oder Ältere Mädchen sehe die nicht mal Ohrlöcher haben. Geht es euch auch so?
Bin gespannt wie ihr das seht/wahrnehmt.

Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht und mir ist da auch noch nicht wirklich aufgefallen, ob es viele Damen ohne Ohrringe gibt. Muß ich mal bewußt aufpassen

Aber prinzipiell finde ich schon auch, dass Frauen Orhringe tragen sollten. Ich kann nicht mal sagen warum, es ist wohl einfach so ein Schubladendenken.

Stören würde es mich auch nicht direkt, wenn eine das aus irgendwelchen Gründen nicht mag.

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R
reagan_23083208
20.02.21 um 13:42
In Antwort auf jsna_23076769

Findet ihr das zu einem/er Mädchen/Frau Ohrringe gehören?
Ich finde es irgendwie befremdlich, wenn ich Frauen oder Ältere Mädchen sehe die nicht mal Ohrlöcher haben. Geht es euch auch so?
Bin gespannt wie ihr das seht/wahrnehmt.

Ich sehe das genauso, Ohrringe gehören einfach zu uns Mädchen dazu.

 

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M
melody_18703549
20.02.21 um 19:53

Ich möchte meine Ohrringe auch nicht missen, finde es aber nicht befremdlich, wenn andere keine Ohrringe tragen. Das kann jede für sich selbst entscheiden, genauso wie die Anzahl der Löcher.

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A
anacross
20.02.21 um 20:52

Auf so etwas würde ich nie achten und es interessiert mich eigentlich auch nicht, ob Frau X/Y Ohrlöcher hat. Gibt ebenfalls genug Männer, die Ohrringe tragen, und das „entmannt“ sie ja auch nicht.

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H
hermes
20.02.21 um 21:59
In Antwort auf jsna_23076769

Findet ihr das zu einem/er Mädchen/Frau Ohrringe gehören?
Ich finde es irgendwie befremdlich, wenn ich Frauen oder Ältere Mädchen sehe die nicht mal Ohrlöcher haben. Geht es euch auch so?
Bin gespannt wie ihr das seht/wahrnehmt.

Trägst du ab und an mal Jeans oder andere Hosen?

Falls ja, was wäre, wenn die Männer in deinem Umfeld sagen würden: finden wir befremdlich, zu einer Frau gehören KEINE Hosen. Frau muss Röcke/Kleider tragen!

Also nein, ich finde nicht, dass zu Frauen Ohrringe gehören.

Ich finde so ein Schubladendenken befremdlich.

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B
bblubb456
21.02.21 um 21:14

Ich find Ohren ohne Narben (Löcher) am hübschesten. Würde mir die nie für irgendwelche Ringe oder ähnliches verletzen lassen.
Aber auch unabhängig davon find ich es befremdlich wie viele heir der Meinung sind, dass Frauen Ohrringe tragen "sollten". Das kann doch bitte wenigstens die Entscheidung von jeder Einzelnen sein.

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M
mia1414
22.02.21 um 13:42

Ich bin ein richtiger Hasenfuß, was Ohrlöcher betrifft.
Habe mich bis jetzt davor einfach gedrückt, weil ich angst vor den Schmerzen hatte.
Jetzt will ich aber alles nachholen und mir endlich welche machen lassen. Blöderweise sind alle Läden geschlossen, die mir helfen könnten. Ich habe mir sogar überlegt in die Schweiz zu fahren, denn dort würde ich sofort welche gestochen bekommen.
In die Schweiz kann man doch fahren, oder?
Wer weiß mehr dazu?

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femprincess
femprincess
22.02.21 um 13:49
In Antwort auf jsna_23076769

Findet ihr das zu einem/er Mädchen/Frau Ohrringe gehören?
Ich finde es irgendwie befremdlich, wenn ich Frauen oder Ältere Mädchen sehe die nicht mal Ohrlöcher haben. Geht es euch auch so?
Bin gespannt wie ihr das seht/wahrnehmt.

Ich finde Ohrringe gehören nicht spezifisch zu Frauen oder Mädchen sondern können zu allen gehören, auch Männern. Ich achte auch nicht darauf, ob mein Gegenüber jetzt Ohrringe hat oder nicht. 

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H
hermes
22.02.21 um 14:10
In Antwort auf mia1414

Ich bin ein richtiger Hasenfuß, was Ohrlöcher betrifft.
Habe mich bis jetzt davor einfach gedrückt, weil ich angst vor den Schmerzen hatte.
Jetzt will ich aber alles nachholen und mir endlich welche machen lassen. Blöderweise sind alle Läden geschlossen, die mir helfen könnten. Ich habe mir sogar überlegt in die Schweiz zu fahren, denn dort würde ich sofort welche gestochen bekommen.
In die Schweiz kann man doch fahren, oder?
Wer weiß mehr dazu?

Bitte was?  Ich hoffe ja wirklich, du bist ein Fake.

 

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A
ailuj
23.02.21 um 10:45
In Antwort auf jsna_23076769

Findet ihr das zu einem/er Mädchen/Frau Ohrringe gehören?
Ich finde es irgendwie befremdlich, wenn ich Frauen oder Ältere Mädchen sehe die nicht mal Ohrlöcher haben. Geht es euch auch so?
Bin gespannt wie ihr das seht/wahrnehmt.

Ja, in der Tat. Es gibt nichts Befremdlicheres, als Frauen ohne Ohrlöcher.

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M
mia1414
03.03.21 um 11:25

"Befremdlich"? Ist schon ein komisches Wort dafür.
Ich denke, es ist doch völlig normal, wenn Mädchen sich Ohrlöcher machen lassen, um schönen Schmuck zu tragen. Wie soll dass denn ohne gehen? Die braucht man dazu doch.

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businesswoman18
businesswoman18
05.03.21 um 20:12
In Antwort auf jsna_23076769

Findet ihr das zu einem/er Mädchen/Frau Ohrringe gehören?
Ich finde es irgendwie befremdlich, wenn ich Frauen oder Ältere Mädchen sehe die nicht mal Ohrlöcher haben. Geht es euch auch so?
Bin gespannt wie ihr das seht/wahrnehmt.

Ich kann es nicht fassen, dass ich noch immer von Menschen umgeben bin, die eine extrem perverse, absurde und nicht aufgeklärte Meinung über ein solch durchgekautes Thema haben. Und die Kommentare unter deinem Post schockieren mich umso mehr! Wie könnt ihr auf ein Forum, das Feminismus prägt, so etwas veröffentlichen?

Nachdem euch anscheinend keiner bis jetzt belehrt hat, werde ich das nun tun: Liebe Mitmenschen, ein Schmuckstück hat überhaupt keine Zugehörigkeit, weder zu Frauen noch zu Männern. Schmuck ist Schmuck – nicht mehr und nicht weniger. Es ist absolut egal, wer einen oder mehrere Ohrringe trägt. Genau solche Statements, wie die eure, verpesten unsere schon ohnehin toxische Gesellschaft und verstärkt typische Geschlechterrollen! Einfach ekelig!

Als ich selbst noch ein Kind war, wurden meine Ohrläppchen zwar auch gestochen, doch mit der Zeit habe ich die Lust auf Ohrringe verloren und die Löcher sind in der Zwischenzeit verwachsen. Vermisse ich es? Nein. Bin ich jetzt weniger Frau? Nein, absolut nicht!

Wenn sich ein Mann hingegen entscheidet seine Ohrlöcher stechen zu lassen, dann bedeutet das nicht, dass er "schwul" oder feminin ist! Bitte, dieses primitive Denken sollte schon längst aus euren Köpfen geschlagen worden sein. Es ist jedermanns Sache, was er oder sie mit ihrem Körper macht. Und wenn sich diese Person nun dafür oder dagegen entscheidet – unabhängig vom Geschlecht – dann geht euch das nichts an!

Feminismus, um euch zu erinnern, bedeutet GLEICHBERECHTIGUNG ZWISCHEN MANN UND FRAU! Natürlich haben wir oft erlebt, wie Männer bevorzugt wurden bzw. noch immer werden, aber wenn wir nach Gleichberechtigung streben wollen, dürfen wir niemanden klassifizieren. Jede Person darf sich selbst identifizieren, aber alle anderen haben schlicht nicht das Recht dazu!

Es tut mir leid, dass ihr von den strikten Stereotypen von Mann und Frau so stark manipuliert wurdet, sodass ihr es komisch findet, wenn eine Frau keine Ohrringe trägt, während ein Mann schon welche hat. Das ist einfach traurig. Ich hoffe, dass, sofern ihr Kinder habt, ihr sie um Gottes willen nicht mit solch einer Perspektive auf dieses Thema erzogen habt!

Analysiert nochmal eurer Gedankengut, denn das mag zwar eure Meinung sein, aber ihr erreicht damit nur Negatives und der Entwicklung unserer Gesellschaft und insbesondere der neuen Generation tut ihr keinen Gefallen!

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M
mia1414
06.03.21 um 19:33
In Antwort auf businesswoman18

Ich kann es nicht fassen, dass ich noch immer von Menschen umgeben bin, die eine extrem perverse, absurde und nicht aufgeklärte Meinung über ein solch durchgekautes Thema haben. Und die Kommentare unter deinem Post schockieren mich umso mehr! Wie könnt ihr auf ein Forum, das Feminismus prägt, so etwas veröffentlichen?

Nachdem euch anscheinend keiner bis jetzt belehrt hat, werde ich das nun tun: Liebe Mitmenschen, ein Schmuckstück hat überhaupt keine Zugehörigkeit, weder zu Frauen noch zu Männern. Schmuck ist Schmuck – nicht mehr und nicht weniger. Es ist absolut egal, wer einen oder mehrere Ohrringe trägt. Genau solche Statements, wie die eure, verpesten unsere schon ohnehin toxische Gesellschaft und verstärkt typische Geschlechterrollen! Einfach ekelig!

Als ich selbst noch ein Kind war, wurden meine Ohrläppchen zwar auch gestochen, doch mit der Zeit habe ich die Lust auf Ohrringe verloren und die Löcher sind in der Zwischenzeit verwachsen. Vermisse ich es? Nein. Bin ich jetzt weniger Frau? Nein, absolut nicht!

Wenn sich ein Mann hingegen entscheidet seine Ohrlöcher stechen zu lassen, dann bedeutet das nicht, dass er "schwul" oder feminin ist! Bitte, dieses primitive Denken sollte schon längst aus euren Köpfen geschlagen worden sein. Es ist jedermanns Sache, was er oder sie mit ihrem Körper macht. Und wenn sich diese Person nun dafür oder dagegen entscheidet – unabhängig vom Geschlecht – dann geht euch das nichts an!

Feminismus, um euch zu erinnern, bedeutet GLEICHBERECHTIGUNG ZWISCHEN MANN UND FRAU! Natürlich haben wir oft erlebt, wie Männer bevorzugt wurden bzw. noch immer werden, aber wenn wir nach Gleichberechtigung streben wollen, dürfen wir niemanden klassifizieren. Jede Person darf sich selbst identifizieren, aber alle anderen haben schlicht nicht das Recht dazu!

Es tut mir leid, dass ihr von den strikten Stereotypen von Mann und Frau so stark manipuliert wurdet, sodass ihr es komisch findet, wenn eine Frau keine Ohrringe trägt, während ein Mann schon welche hat. Das ist einfach traurig. Ich hoffe, dass, sofern ihr Kinder habt, ihr sie um Gottes willen nicht mit solch einer Perspektive auf dieses Thema erzogen habt!

Analysiert nochmal eurer Gedankengut, denn das mag zwar eure Meinung sein, aber ihr erreicht damit nur Negatives und der Entwicklung unserer Gesellschaft und insbesondere der neuen Generation tut ihr keinen Gefallen!

Ich verstehe deine komplizierte Ausdruchsweise mit "stereotypen" nicht, kann aber nachvollziehen, dass du eine andere Denkweise auslebst, ausleben kannst.
Ich habe viele Jahre in einem abgeschiedenen Odenwaldtal, einer Sackgasse gelebt, wo sich seit dem 2. Weltkrieg nicht viel geändert hat. Es gab nur wenige Neuerungen, wie z.B. fließend Wasser und Strom in den Häusern und eine Asphaltdecke auf der einzigen, schmalen Hauptstrasse.

Meinst du, dass sich in den Köpfen und Gewohnheiten dieser Bewohner irgendetwas geändert hat? Nicht wirklich. Da herrscht noch strikte Geschlechtertrennung und die Zeit ist da wirklich stehengeblieben. Nur der Fernseher läuft in jedem Haus. Eine Veränderung hat selbst der TV nicht erreichen können.
Da sind Ohrlöcher ausschließlich Mädchen und Frauen vorbehalten und werden von den Älteren quasi vererbt, wie anno dazumal.
Wenn du mir nicht glaubst, fahre selber mal hin.

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beatrice1180
beatrice1180
12.01.22 um 22:22

Hallo

mir ist anfangs unbewusst, später sehr bewusst aufgefallen, daß Schmuck tragen dazu führt daß interessante Menschen für mich insbesondere Männer einem deutlich mehr erstes Interesse Zeigen. Das steigert sich mit mehr Glitzerschmuck oder groß genügenden Creolen bei Abendlicht.
Neben dem finde ich etliche Schmuckstücke auch wunderschön und fühl mich wohler wenn ich mich selbst ansehe.

Für schönen Ohrschmuck sind gestochene Ohrlöcher einfach die beste und bequemste Möglichkeit diesen am zuverlässigsten zu befestigen.
Das Stechen geht schnell und das Einheilen hat man normalerweise ja nur einmal im Leben und kann dann für viele Jahre beliebig viel unterschiedlichen Schmuck tragen oder auch mal nicht.

Soweit ich das in meinem Umkreis beobachte haben alle Frauen mindestens ein Paar Ohrlöcher, sehr viele 2 Ohrlöcher oder nicht selten drei Ohrlöcher in einer Reihe. Klar, leere Ohrlöcher sind kaum zu erkennen.

Frauen die diese wunderschöne Möglchkeit um Schmuck zu tragen nicht haben, sind mir bewusst aber schon länger keine begegnet. Bei Männern ists leider weniger.

Ich selbst habe drei Ohrlöcher und Helix je Ohr und würde nie darauf verzichten wollen! Klaro trag ich nicht immer in allen Ohrringe, sondern je nach Lust und Laune auch mal weniger oder keine. Seit Jahren kann ich die Ohrlöchsken auch locker einige Zeit leer lassen und mach das auch. Dann will und kann ich aber wieder meinen Schmuck anlegen da die Löchsten noch da sind.

LG Bea

 

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laurette120
laurette120
12.01.22 um 22:56

Ich finde, dass das Tragen von Ohrringen ungefähr so weiblich ist, wie wir Frauen können. Ich gehe nie ohne Ohrringe aus dem Haus, und ich habe eine große Auswahl davon, für verschiedene Anlässe. Aber ich habe Respekt vor Frauen, die sich dafür entscheiden, sie nicht zu tragen.

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K
klara.sonnenberg
13.01.22 um 19:39

Warum sollte es befremdlich sein, wenn ein Mädchen oder eine Frau sich dazu entscheidet, sich keine Löcher durch ihre Ohrläppchen machen zu lassen? ich finde jeder kann das so machen wie er mag und dazu gehören tut es meiner Meinung nach nicht

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verona-bettina
verona-bettina
17.01.22 um 22:06

Ich trage immer Ohrringe, am liebsten Creolen auch Stecker, Durchzieher ...etc.

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J
janina3
08.03.22 um 16:51

Ja, Ohrringe gehören zu uns Mädchen dazu.
Ich kann immer garnicht verstehen, wenn eine sich keine Ohrlöcher stechen lässt.

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sophiexd
sophiexd
16.03.22 um 11:39

Hääää? Meine Freundinnen und auch ganz viele in der Schule oder im Verein haben gar keine Ohrringe oder sowas. Ich habe zwar welche aber die habe ich schon seitdem ich klein bin. Ich finde das muss gar nicht sein nur weil man ein Mädchen ist. 

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juliakristinabraun
juliakristinabraun
04.04.22 um 15:59
In Antwort auf jsna_23076769

Findet ihr das zu einem/er Mädchen/Frau Ohrringe gehören?
Ich finde es irgendwie befremdlich, wenn ich Frauen oder Ältere Mädchen sehe die nicht mal Ohrlöcher haben. Geht es euch auch so?
Bin gespannt wie ihr das seht/wahrnehmt.

Ich persönlich habe Idole wie zb Esmeralda aus Glöckner von Notredame wodurch ich große auffällige Kreolen liebe und gern trage! Aber dass Ohrringe zwingend zu einer Frau gehören, finde ich gar nicht. 
Mir gefallen Frauen mit Kreolen oder Perlenohrringen besser als ohne, aber dadurch nehme ich sie nicht mehr oder weniger weiblich wahr. 

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F
fiadora
27.04.22 um 14:51

Hallo ihr lieben, dazu ich habe in letzter Zeit tatsächlich ziemlich viel nachgedacht. Als Kontext erstmal, ich bin weiblich 28 Jahre alt, verheiratet, mit einer wundervollen Frau und Mutter eines 6 Monate alten Mädchens. Ich komme aus Deutschland und meine Familie auch. Ich habe zwei Schwestern und einen Bruder und in der weiteren Familie, 4 Tanten und 5 Onkel, etliche Cousins und Cousinen und Oma und Opa leben auch noch und das alles nur mütterlicherseits. Ich bin also Mitglied einer waschechten deutschen Großfamilie. Ich würde mich selbst als Feministin bezeichnen, ich bin für Gleichberechtigung, auch beim Wehrdienst und ich finde jeder Mensch, egal welchen Geschlechts, sollte sich frei entwickeln können, so wie diese Person es möchte. Jetzt zum Punkt.Aber durch ein Ereignis und meinen Beobachtungen des Verlaufes, habe ich, mit Schock, eine Seite an mir kennengelernt, von der ich nicht für möglich hielt, sie zu besitzen.Das Ereignis betrifft eine meiner Cousinen mütterlicherseits und fand vor etwa einem Jahr statt, also zu einem Zeitpunkt an dem ich bereits schwanger war. Sie war damals, wie ich jetzt, eine relativ frisch gebackene Mutter eines kleinen Mädchens. Wir feierten den Geburtstag meines Opas. Sie spazierte mit dem Mann im Schlepptau und dem Baby auf dem Arm, zu uns, in den Saal den wir extra gemietet hatten. Eine meiner Tanten stand auf und ging sie begrüßen, sie schaute das Baby an und erschrak plötzlich, denn es hatte Ohrringe drin. Die meisten von uns waren schockiert, einige sogar richtig erbost, ein paar war es egal. Ich dachte, die tickt doch nicht mehr richtig. Die Familie begann mit ihr zu diskutieren, sie versuchte sich zu erklären, aber sie kam am Anfang kaum zu Wort. Als sich die Lage beruhigt hatte, erklärte sie, sie habe der kleinen Ohrlöcher stechen lassen, weil sie selbst furchtbare Angst vor dem Ohrlöcher stechen hatte und ihr das ersparen wollte, außerdem fand sie das Risiko einer Entzündung, bei Kindergartenkinder und Grundschulkindern zu groß, da sie sich häufig an die Ohren fassten und viel rumtoben. Andererseits fände sie es furchtbar ungerecht, wenn die Mädchen um sie herum langsam alle Ohrlöcher bekommen sie aber nicht. Dazu war sie der Meinung, dass zu einem Mädchen, irgendwie, auch Ohrringe gehörten. Ein paar ihrer Argumente fand ich, zumindest teilweise, nachvollziehbar, aber das letzte war einfach nur Quatsch. Nach einer Weile beruhigte sich alles und um Opas Willen feierten wir weiter. Unsere Großfamilie hat eine ziemlich starke Bindung zueinander und deshalb sahen wir uns auch außerhalb von großen Festen regelmäßig. Also sah ich natürlich auch diese Cousine regelmäßig. Der große Schock hatte sich schnell gelegt und die meisten behandelten sie wie davor. Obwohl mir meine Familie extrem wichtig ist, bin ich eher introvertiert und deshalb beobachte ich öfters mal das Familiengeschehen aus der Ferne. Nach einer Weile ist mir eine Veränderung in der Dynamik der Treffen aufgefallen. Das Baby war bei meiner Familie plötzlich beliebter geworden und war auf einmal etwas interessanter als die anderen Babys. Viele drängten darauf Zeit mit ihr verbringen zu können, natürlich waren alle Babys beliebt, aber bei keinem anderen gab es so großen Andrang. Immer wieder fiel auch Lob über die süßen Ohrringe. Als ich das erkannte war ich erstmal total perplex, dann begann ich darüber nachzudenken. Ich bemerkte das auch ich die Ohrringe schon gelobt hatte, ganz unbewusst nebenbei, wie die meisten anderen vermutlich auch. Konnten die Ohrringe wirklich der Grund für die höhere Beliebtheit sein, fragte ich mich. Das schien mir absurd, zuerst. Die meisten, mich eingeschlossen waren doch dagegen. War es die Akzeptanz? Hatten wir uns damit arrangiert und machten das beste daraus? Wenn ja, warum war sie dann auf einmal beliebter als die anderen Babys? Ja die Ohrringe sahen ziemlich süß aus, aber es konnte doch nicht alles sein, die anderen Babys waren doch auch super süß, nicht weniger als sie. Ich versuchte meine Gedankengänge zu ergründen, warum fand sie auch bei mir mehr Anklang, als die anderen Babys? Die Antwort darauf gefiel mir nicht, so gar nicht. Sie war für mich süßer als die anderen Babys, weil ich sie mehr als Mädchen wahrnahm als die anderen Babys, als Mädchen und Jungs wahrnahm und der Grund waren tatsächlich die Ohrringe. Ich konnte es nicht glauben, ich wollte es nicht glauben, dass war doch Quatsch, aber so war es. Wir Menschen sind Personen die in Schubladen denken, wir wachsen auf und alles was sich in eine Schublade stecken lässt wird auch in eine Schublade gesteckt und das meistens vollkommen unbewusst. Dinge, Ideale, Werte, Personen, die uns begegnen werden einsortiert und mit dem abgeglichen was bereits einsortiert ist. Was dabei die höchsten Übereinstimmungen mit unseren erlernten Werten und dem gewohnten hat, finden wir am sympathischsten. Diejenigen mit geringer, gar keiner oder entgegengesetzer Übereinstimmung, werden von uns abgelehnt. Durch bewusstes denken, kann man dem entgegen steuern, aber nur bis zu einem gewissen Grad, denn z.B. Charaktereigenschaften die wir falsch finden, werden nicht durch bewusstes denken auf einmal positiv. Es sei den wir finden einen Grund warum es doch keine schlechte Charaktereigenschaft ist. Wir wachsen also auf, gehen durch die Welt und die allermeisten Frauen und älteren Mädchen, denen wir begegnen, haben Ohrlöcher und tragen Ohrringe, unser Verstand bemerkt das und sortiert 'Ohrringe' und 'Ohrlöcher' unter weiblich/Mädchen/Frau ein, natürlich meistens unbewusst. Wir verbinden von da an Ohrringe mit dem weiblichen Geschlecht und erwarten dann auch das Mädchen/Frauen Ohrringe tragen. Wird diese Erwartung enttäuscht, sind wir irritiert und gibt es einen Sympathie Malus, der ist vollkommen unbewusst und meistens auch minimalst, aber da ist er. Menschen des weiblichen Geschlechts die Ohrringe tragen, wirken auf uns stimmiger, Männer/Jungs die Ohrringe tragen, irritiert dagegen unser Schubladendenken. Deshalb, denke ich, gibt es auch so viel Ablehnung dafür. Die Menschen sagen, es sieht einfach nicht aus, es ist unmännlich und meiner Meinung nach liegt das daran, dass der Platz für Ohrringe,in unseren Schubladen, bereits festgelegt ist und zwar unter weiblich. Es gibt natürlich genug Menschen die sich außerhalb dieses Schemas bewegen und keine Probleme damit haben.Nachdem mir das alles klar wurde, musste ich meine Behauptung, dass es Quatsch wäre das Ohrringe zu einem Mädchen dazugehören, zumindest auf rein persönlicher Ebene revidieren, denn ich erkannte, dass ich das genauso sah. Ja für mich gehörten zu einem Mädchen Ohrringe.Mir das einzugestehen war mir unglaublich schwer gefallen.Ich war doch weiter! Nein, war ich nicht.Jetzt damit konfrontiert, saß ich ein wenig in der Patsche. Der Geist war aus der Flasche und ließ sich nicht mehr zurück stecken.Fortan hatte ich eine deutlich gesteigerte Aufmerksamkeit, gegenüber Ohrringen und Ohrlöchern. Mir fiel plötzlich jede Frau und Mädchen auf, die keine Ohrringe trugen oder Ohrlöcher hatten und gegen meinen Willen, störte es mich. Seitdem nahm ich, ganz automatisch, eine beschützende Haltung gegenüber Eltern ein, die ihren Töchtern Ohrlöcher stechen ließen, egal in welchem Alter.Dass wurde mir allerdings immer erst hinterher bewusst. Ich hatte ein ziemlich schlechtes Gewissen und versuchte mit allen Mitteln, dieses Empfinden zu überwinden, doch es ging nicht, es steckt einfach zu tief in mir drin.Das schlechte Gewissen begann mich aufzufressen, ich fühlte mich immer mieser und konnte kaum mehr schlafen. Letztendlich wurde mir klar, dass es so nicht mehr weitergehen konnte und ich eine Entscheidung treffen müsse. Ich beschloss also mit der Verdammung aufzuhören und dachte nochmals darüber nach. War es den so schlimm, so zu fühlen und denken? Musste man die Welt wirklich vollkommen neutral sehen?War es nicht okay, ein paar Ansichten zu haben, die vielleicht ein bisschen überholt waren, solange sie niemandem schadeten?Ich entschied, es sei okay.Ich akzeptierte das ich so empfand und dachte. Und mit der Akzeptanz verschwanden auch die Gewissensbisse und die stark überhöhte Aufmerksamkeit. Es fällt mir zwar immer noch häufiger auf als früher, aber viel seltener als davor und es belastet mich nicht mehr. Ich sehe es mittlerweile eher mit einer Art schmunzeln.Ich vermutete, dass aus demselben Grund die anderen Familienmitglieder, die kleine so gern hatten.Ich habe mit meiner Familie über meine Beobachtungen und Vermutungen gesprochen und nach und nach, bekam ich tatsächlich Feedback. Viele Familienmitglieder haben sich tatsächlich ertappt gefühlt und nach dem sie darüber nachgedacht hatten, wurde ihnen klar, dass sie das tatsächlich so empfanden.Es war nicht schön zu bemerken, dass man nicht so fortschrittlich war wie man dachte, aber der Selbstbetrug dem wir alle aufgesessen waren, ist auch keine Lösung. Nur wenn einem die Dinge bewusst sind, kann man an ihnen arbeiten und manchmal bemerkt man dann dabei auch, dass es gar nichts zu arbeiten gibt und es nur wichtig ist, dass es einem bewusst ist. Meine Tochter hat übrigens mittlerweile Ohrlöcher und bereuen tue ich es nicht.  

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beatrice1180
beatrice1180
02.05.22 um 11:24
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Hallo ihr lieben, dazu ich habe in letzter Zeit tatsächlich ziemlich viel nachgedacht. Als Kontext erstmal, ich bin weiblich 28 Jahre alt, verheiratet, mit einer wundervollen Frau und Mutter eines 6 Monate alten Mädchens. Ich komme aus Deutschland und meine Familie auch. Ich habe zwei Schwestern und einen Bruder und in der weiteren Familie, 4 Tanten und 5 Onkel, etliche Cousins und Cousinen und Oma und Opa leben auch noch und das alles nur mütterlicherseits. Ich bin also Mitglied einer waschechten deutschen Großfamilie. Ich würde mich selbst als Feministin bezeichnen, ich bin für Gleichberechtigung, auch beim Wehrdienst und ich finde jeder Mensch, egal welchen Geschlechts, sollte sich frei entwickeln können, so wie diese Person es möchte. Jetzt zum Punkt.Aber durch ein Ereignis und meinen Beobachtungen des Verlaufes, habe ich, mit Schock, eine Seite an mir kennengelernt, von der ich nicht für möglich hielt, sie zu besitzen.Das Ereignis betrifft eine meiner Cousinen mütterlicherseits und fand vor etwa einem Jahr statt, also zu einem Zeitpunkt an dem ich bereits schwanger war. Sie war damals, wie ich jetzt, eine relativ frisch gebackene Mutter eines kleinen Mädchens. Wir feierten den Geburtstag meines Opas. Sie spazierte mit dem Mann im Schlepptau und dem Baby auf dem Arm, zu uns, in den Saal den wir extra gemietet hatten. Eine meiner Tanten stand auf und ging sie begrüßen, sie schaute das Baby an und erschrak plötzlich, denn es hatte Ohrringe drin. Die meisten von uns waren schockiert, einige sogar richtig erbost, ein paar war es egal. Ich dachte, die tickt doch nicht mehr richtig. Die Familie begann mit ihr zu diskutieren, sie versuchte sich zu erklären, aber sie kam am Anfang kaum zu Wort. Als sich die Lage beruhigt hatte, erklärte sie, sie habe der kleinen Ohrlöcher stechen lassen, weil sie selbst furchtbare Angst vor dem Ohrlöcher stechen hatte und ihr das ersparen wollte, außerdem fand sie das Risiko einer Entzündung, bei Kindergartenkinder und Grundschulkindern zu groß, da sie sich häufig an die Ohren fassten und viel rumtoben. Andererseits fände sie es furchtbar ungerecht, wenn die Mädchen um sie herum langsam alle Ohrlöcher bekommen sie aber nicht. Dazu war sie der Meinung, dass zu einem Mädchen, irgendwie, auch Ohrringe gehörten. Ein paar ihrer Argumente fand ich, zumindest teilweise, nachvollziehbar, aber das letzte war einfach nur Quatsch. Nach einer Weile beruhigte sich alles und um Opas Willen feierten wir weiter. Unsere Großfamilie hat eine ziemlich starke Bindung zueinander und deshalb sahen wir uns auch außerhalb von großen Festen regelmäßig. Also sah ich natürlich auch diese Cousine regelmäßig. Der große Schock hatte sich schnell gelegt und die meisten behandelten sie wie davor. Obwohl mir meine Familie extrem wichtig ist, bin ich eher introvertiert und deshalb beobachte ich öfters mal das Familiengeschehen aus der Ferne. Nach einer Weile ist mir eine Veränderung in der Dynamik der Treffen aufgefallen. Das Baby war bei meiner Familie plötzlich beliebter geworden und war auf einmal etwas interessanter als die anderen Babys. Viele drängten darauf Zeit mit ihr verbringen zu können, natürlich waren alle Babys beliebt, aber bei keinem anderen gab es so großen Andrang. Immer wieder fiel auch Lob über die süßen Ohrringe. Als ich das erkannte war ich erstmal total perplex, dann begann ich darüber nachzudenken. Ich bemerkte das auch ich die Ohrringe schon gelobt hatte, ganz unbewusst nebenbei, wie die meisten anderen vermutlich auch. Konnten die Ohrringe wirklich der Grund für die höhere Beliebtheit sein, fragte ich mich. Das schien mir absurd, zuerst. Die meisten, mich eingeschlossen waren doch dagegen. War es die Akzeptanz? Hatten wir uns damit arrangiert und machten das beste daraus? Wenn ja, warum war sie dann auf einmal beliebter als die anderen Babys? Ja die Ohrringe sahen ziemlich süß aus, aber es konnte doch nicht alles sein, die anderen Babys waren doch auch super süß, nicht weniger als sie. Ich versuchte meine Gedankengänge zu ergründen, warum fand sie auch bei mir mehr Anklang, als die anderen Babys? Die Antwort darauf gefiel mir nicht, so gar nicht. Sie war für mich süßer als die anderen Babys, weil ich sie mehr als Mädchen wahrnahm als die anderen Babys, als Mädchen und Jungs wahrnahm und der Grund waren tatsächlich die Ohrringe. Ich konnte es nicht glauben, ich wollte es nicht glauben, dass war doch Quatsch, aber so war es. Wir Menschen sind Personen die in Schubladen denken, wir wachsen auf und alles was sich in eine Schublade stecken lässt wird auch in eine Schublade gesteckt und das meistens vollkommen unbewusst. Dinge, Ideale, Werte, Personen, die uns begegnen werden einsortiert und mit dem abgeglichen was bereits einsortiert ist. Was dabei die höchsten Übereinstimmungen mit unseren erlernten Werten und dem gewohnten hat, finden wir am sympathischsten. Diejenigen mit geringer, gar keiner oder entgegengesetzer Übereinstimmung, werden von uns abgelehnt. Durch bewusstes denken, kann man dem entgegen steuern, aber nur bis zu einem gewissen Grad, denn z.B. Charaktereigenschaften die wir falsch finden, werden nicht durch bewusstes denken auf einmal positiv. Es sei den wir finden einen Grund warum es doch keine schlechte Charaktereigenschaft ist. Wir wachsen also auf, gehen durch die Welt und die allermeisten Frauen und älteren Mädchen, denen wir begegnen, haben Ohrlöcher und tragen Ohrringe, unser Verstand bemerkt das und sortiert 'Ohrringe' und 'Ohrlöcher' unter weiblich/Mädchen/Frau ein, natürlich meistens unbewusst. Wir verbinden von da an Ohrringe mit dem weiblichen Geschlecht und erwarten dann auch das Mädchen/Frauen Ohrringe tragen. Wird diese Erwartung enttäuscht, sind wir irritiert und gibt es einen Sympathie Malus, der ist vollkommen unbewusst und meistens auch minimalst, aber da ist er. Menschen des weiblichen Geschlechts die Ohrringe tragen, wirken auf uns stimmiger, Männer/Jungs die Ohrringe tragen, irritiert dagegen unser Schubladendenken. Deshalb, denke ich, gibt es auch so viel Ablehnung dafür. Die Menschen sagen, es sieht einfach nicht aus, es ist unmännlich und meiner Meinung nach liegt das daran, dass der Platz für Ohrringe,in unseren Schubladen, bereits festgelegt ist und zwar unter weiblich. Es gibt natürlich genug Menschen die sich außerhalb dieses Schemas bewegen und keine Probleme damit haben.Nachdem mir das alles klar wurde, musste ich meine Behauptung, dass es Quatsch wäre das Ohrringe zu einem Mädchen dazugehören, zumindest auf rein persönlicher Ebene revidieren, denn ich erkannte, dass ich das genauso sah. Ja für mich gehörten zu einem Mädchen Ohrringe.Mir das einzugestehen war mir unglaublich schwer gefallen.Ich war doch weiter! Nein, war ich nicht.Jetzt damit konfrontiert, saß ich ein wenig in der Patsche. Der Geist war aus der Flasche und ließ sich nicht mehr zurück stecken.Fortan hatte ich eine deutlich gesteigerte Aufmerksamkeit, gegenüber Ohrringen und Ohrlöchern. Mir fiel plötzlich jede Frau und Mädchen auf, die keine Ohrringe trugen oder Ohrlöcher hatten und gegen meinen Willen, störte es mich. Seitdem nahm ich, ganz automatisch, eine beschützende Haltung gegenüber Eltern ein, die ihren Töchtern Ohrlöcher stechen ließen, egal in welchem Alter.Dass wurde mir allerdings immer erst hinterher bewusst. Ich hatte ein ziemlich schlechtes Gewissen und versuchte mit allen Mitteln, dieses Empfinden zu überwinden, doch es ging nicht, es steckt einfach zu tief in mir drin.Das schlechte Gewissen begann mich aufzufressen, ich fühlte mich immer mieser und konnte kaum mehr schlafen. Letztendlich wurde mir klar, dass es so nicht mehr weitergehen konnte und ich eine Entscheidung treffen müsse. Ich beschloss also mit der Verdammung aufzuhören und dachte nochmals darüber nach. War es den so schlimm, so zu fühlen und denken? Musste man die Welt wirklich vollkommen neutral sehen?War es nicht okay, ein paar Ansichten zu haben, die vielleicht ein bisschen überholt waren, solange sie niemandem schadeten?Ich entschied, es sei okay.Ich akzeptierte das ich so empfand und dachte. Und mit der Akzeptanz verschwanden auch die Gewissensbisse und die stark überhöhte Aufmerksamkeit. Es fällt mir zwar immer noch häufiger auf als früher, aber viel seltener als davor und es belastet mich nicht mehr. Ich sehe es mittlerweile eher mit einer Art schmunzeln.Ich vermutete, dass aus demselben Grund die anderen Familienmitglieder, die kleine so gern hatten.Ich habe mit meiner Familie über meine Beobachtungen und Vermutungen gesprochen und nach und nach, bekam ich tatsächlich Feedback. Viele Familienmitglieder haben sich tatsächlich ertappt gefühlt und nach dem sie darüber nachgedacht hatten, wurde ihnen klar, dass sie das tatsächlich so empfanden.Es war nicht schön zu bemerken, dass man nicht so fortschrittlich war wie man dachte, aber der Selbstbetrug dem wir alle aufgesessen waren, ist auch keine Lösung. Nur wenn einem die Dinge bewusst sind, kann man an ihnen arbeiten und manchmal bemerkt man dann dabei auch, dass es gar nichts zu arbeiten gibt und es nur wichtig ist, dass es einem bewusst ist. Meine Tochter hat übrigens mittlerweile Ohrlöcher und bereuen tue ich es nicht.  

Hallo Fiadora,

Vielen Dank für deine ausführliche Darstellung. Ja, deine Wahrnehmung über die unbewusste Wirkung von Ohrschmuck beim Gegenüber ist uns auch aufgefallen, aber nicht nur bei Kleinkindern. Wir haben dies dann bei uns Erwachsenen auch häufiger ausprobiert. Die Aufmerksamkeits steigernde Wirkung hat sich aus userer Sicht bestätigt.

Ich kann mir aber eher vorstellen daß gerade die fokussierte Aufmerksamkeit weniger durch Gewohnheit sondern eher über Bling-Bling oder Symmetrischen Schmuck ein Uralter Instinkt ist. Diesen Instinkt gibt es bei vielen Säugetieren und sogar schon bei Fischen. Mein Mann geht auch gern Angeln. Er sagt daß gerade in den schattigen Bereichen einige Fische besonders gern auf Glitzernde Köder anbeissen. Bei Menschen, sind die "schattige Bereichen" z.B. die Ohren abgeschattet unter den Haaren am glitzern. Derselbe optische Effekt wirkt ja unter anderem ja auch bei Intimschmuck in den dunklere Regionen.

Mir ist ebenso wie Dir aufgefallen daß mein Gegenüber sehr oft merklich positiver, offener und aufmerksamer auf mich reagiert wenn ich Ohrschmuck trage. Besonders gut wirken bei meinem Typ Glitzerstecker, mittelgroße Creolen und Baumelschmuck.

Ich hab auch die Gegenprobe probiert gemacht indem ich mal für ein paar Wochen gar keinen Schmuck getragen hab. Dann ziehen sich meine Ohrlöcher so klein zusammen daß sie mein Gegenüber gerade zwischen den Haaren kaum wahrnehmen kann. Die sehen dann eher aus wie gut positionierte winzige Muttermale bzw. Sommersprossen.

Interesanterweise scheint mein Gegenüber ohne Ohrschmuck eher irgendwo herumzuschauen. Wenn ich Ohrschmuck trage, insbesonders glitzernden oder etwas bewegliche Baumler oder Creolen scheinen die meisten Leute, aber insbesondere Männer, deutlich häufiger in mein Gesicht zu blicken und aufmerksamer zu sein.
Mein Mann sagt das auch bei seinen Ohrschmuck über Frauen. Daher denke ich das dies menschlich ist, aber nicht unbedingt Geschlechtsspezifisch. Vielleicht ist es je nach Typ insbesondere bei Frauen & Schmuckstück mal deutlicher oder weniger deutlich.

Grüsse, Bea
 

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