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Migräne und die Angst....

Letzte Nachricht: 13. Dezember 2005 um 20:49
K
karam_12248999
02.08.05 um 20:23

Hallo!

Ich habe ein riesen Problem:

seit Jahren bekomme ich Migräneanfälle. Früher ca alle 1-2 Jahre, das war auch nie das Problem.
Mittlerweile aber bekomme ich alle zwei, drei Monate einen Anfall und hier fangen meine Probleme an!
Ich merke als erstes, dass ich nicht mehr richtig schauen kann, da sind keine Flecken ohne ähnliches im Gesichtsfeld, jedoch merke ich sofort, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann wird meine rechte Hand taub und dann kommt die Panik.
Bis jetzt hatte ich Glück- ich war entweder zu Hause oder kam innerhalb kürzester Zeit nach Haus.
Jedoch weiß ich, dass es nicht immer so sein wird und ich sterbe bei dem Gedanken!!!! Die Kopfschmerzen nach der Aura sind da echt das kleinste Problem! Viel viel schlimmer ist, dass ich mich nicht mehr artikulieren kann, keinen Orientierungssinn mehr habe und quasi auf andere wie eine geistig Behinderte wirken muss!!!!! Ich habe so eine riesige Angst davor, dass ich einen Anfall bekomme und ich irgendwo weit weg von zu Haus unter fremden Menschen bin!!!
Seit knapp einem Jahr habe ich regelmäßig kurze Panikattacken, wenn ich mir einbilde, ich kann nicht mehr richtig schauen oder meine Hand fühlt sich komisch an...ich weiß nicht, was ich dagegen machen soll!!! das Leben macht mir so echt keinen Spaß mehr! Ich mag nirgendwo mehr gern hinfahren, habe vor und während einem Urlaub nur noch Angst und stehe mit diesen Gedanken nicht nur auf, sondern schlafe damit auch ein. Im schlimmsten Fall träume ich sogar noch davon.

Wer so etwas kennt oder mir einen Rat geben kann, wir ich damit umgehen kann und meine Panik in den Griff bekomme, bitte meldet Euch!!! Hier geht es mir nicht um Tipps, wie es mir physisch besser gehen kann, sondern einzig und allein um die Psyche!

Danke!

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J
jytte_12833856
05.08.05 um 13:37

Kenne ich
Ich bin seit dem ich 9 Jahre alt bin Migräne - Patientin. Zwischendurch in der Pubertät war es mal besser aber seit 5 Jahren kommen diese Migräneanfälle alle paar Wochen. Vor so 3 Jahren ging es mir genauso, ich wußte nicht mehr wie ich diese Angst heil nachhause zu kommen wenns unterwegs passiert in den Griff bekommen soll. Ich hab mich irgendwann so hineingesteigert, dass ich gar nicht mehr vor die Tür wollte. Ich hab genau die gleichen Anzeichen wie Du. Fängt mit Sehstörungen und Sprachstörungen an und dann kommt der richtige Schub mit höllischer Migräne und Übelkeit und Erbrechen. Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber ich habe versucht diese Krankheit anzunehmen und in so einem Fall ganz ruhig zu bleiben denn wenn Du Panik kriegst wirds nur umso schlimmer. Was mir super hilft sind die Tabletten "Aktren", die nehm ich sobald ich Sehstörungen hab und oft kann ich damit den regelrechten Anfall noch wegbekommen. Zudem hab ich "Korodin" ( Kreislauftropfen ) dabei die ich bei einer Panikatacke nehme. Seitdem ich aber diese Aktren - Tabletten habe brauche ich die Tropfen fast nicht mehr. Versuch vielleicht bei Deinem nächsten Anfall mal diese Tabletten zu nehmen, gleich wenn Du Sehstörungen hast und schau wie sie Dir helfen. Man muss sie alleredings mit ausreichend Wasser einnehmen. Wie gesagt jedes Medikament wirkt bei jedem unterschiedlich aber vielleicht hilft es Dir ja auch so gut. Ich versuche mich dann die ersten Minuten auf einen Punkt zu konzentrieren also die Pupillen ganz ruhig halten oder Augen schliessen und tief und gleichmäßig durchatmen und meistens gehts dann bald besser. Was die anderen Menschen denken muss Dir vollkommen egal sein, gerade bei Migräne trifft man oft nur auf absolutes Mißverständniss weil niemand der diese Krankheit nicht selbst hat, die Auswirkung eines solchen Anfalls verstehen kann.
Lg Sybill

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K
karam_12248999
05.08.05 um 20:01

Danke!
...für Eure Antworten! Ich hatte als Grundschulkind mal nen lebensbedrohlichen Unterzuckerungsanfall.
Später auch noch einige Male, jedoch waren die Sympthome fast dieselben, so dass ich davon ausgehe, dass ich auch als Kind schon Migräneanfälle hatte (besonders, wenn Fruchtzucker etc nicht akut half).
Ich werde in Zukunft zusehen, dass ich nicht unterzuckert bin, denn bezeichnender Weise hab ich meine Anfälle oftmals während schwerer körperlicher Betätigung oder morgens bekommen!
Vielen Dank für den Tip.
Mit der Angst muss ich wohl alleine klar kommen. Ich werde diese Tabletten mal versuchen...wennmir die gut helfen, wird die Angst schon weniger!

Liebe Grüße!

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R
robert_12183540
17.10.05 um 22:21

Migräne das kenne ich
Habe den Kampf schon über 30 Jahre geführt. Die Angst macht eigentlich alles noch schlimmer. Schwerste Anfälle machen einen da total fertig. Heute habe ich das Überwunden und zwar gibt es neue Medikamente die wirklich helfen. Dabei handelt es sich um Triptane z.B. Allmogran die wirken aber nur bei wirklicher Migräne hat keine Wirkung bei anderen Kopfschmerzen. War ich glücklich nun keine Angst mehr vor Tagelangen Migräneanfällen zu haben.
Wird aber nicht so gerne verordnet da die Packungen sehr teuer sind 6 Stück ca. 60,-- Aber wirken dafür auch im schweren Anfall, nach ca. 45 Min. wie von Geisterhand verschwunden. Bitte reden Sie mit Ihrem Hausarzt. fcglocke04

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S
sakura_12109140
28.10.05 um 12:47

Migräne..
leide leider auch unter akuter migräne. bekomme sie aber auch nur alle 1-2 jahre..
fängt mit kleinen sternchen an, führt weiter mit extrem starken kopfschmerzen und dann erbrechen erbrechen und wieder erbrechen,,...
wenn ich diese sternchen sehe, dann weiss ich sofort, dass ich nach hause muss..

aber PANIK und ANGST habe ich nicht..
denke mir mal, dass wir lernen müssen, damit umzugehen!

es gibt schlimmeres, also kopf hoch - mach dir das leben nicht noch schwerer als es ist süsse..

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F
faizah_12531125
06.11.05 um 11:09

Hilfe durch Hypnose
Hallo,

auch ich leide seit meinem 9. Lebensjahr an Migräne. Die von dir beschriebenen Symptome hatte ich auch: Sprachstörungen, Sehstörungen und Lähmungserscheinungen in Armen und Beinen. Ich war teilweise nicht mal mehr in der Lage, meinem Mann zu sagen, er möchte mir doch bitte die Tabletten geben. Ich hatte früher regelmäßig, also 1-3 mal pro Woche, Migräneattacken. Teils mit diesen Ausfallerscheinungen, teils ohne. Am Ende mußte ich mich in allen Fällen übergeben.
Ich bin fast wahnsinnig geworden, denn ein geregeltes Leben war quasi nicht möglich.
Allerdings bin ich jetzt seit 4 Jahren nahezu Anfallsfrei. Ich habe mir eine Selbsthypnose-CD zum Thema "Stressbewältigung" gekauft. Ich höre die CD regelmäßig, am Anfang täglich, jetzt ca. 2 - 3mal die Woche beim Einschlafen. Ich kann mir damit super behelfen. Ich hatte in der gesamten Zeit höchstens 5 Anfälle, und bei den ersten Anzeichen habe ich die CD gehört. Zwar hatte ich trotzdem noch Kopfschmerzen und auch die typische Lichtempfindlichkeit, aber alle anderen Symptome traten nicht oder nur in erträglich abgemilderter Form auf. Durch die CD bin ich einfach ausgeglichener und Stress ist ja bekanntlich ein typischer Migräneauslöser. Falls du Interesse hast, guck mal einfach unter www.Hypnose-CDs.de nach. Du kannst mir aber auch gerne mailen, falls du noch Fragen hast.
Ich hoffe, dir damit geholfen zu haben.
Judith

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L
laban_12145610
13.12.05 um 20:49

..kenn ich
..obwohl ich dem anderen Geschlecht angehöre.
sorry das ich das heut zufällig über google gelesen aheb, hatte eigentlich nach was anderem gesucht.
Also die geschilderten Symptome sind mit meinen Migränesymptomen absolut identisch.
Was soll ich sagen ? Ich habs seit dem ich ca. 1o Jahre bin.
Allerdings zusätzlich dazu noch Depressionen ( obwohl ich das Leiden niiieee so nennen würde.. wenns einem schlecht geht jubiliert man ja wohl nicht... also die Benennung der Krankeit ist für mich absolut falsch)
In allem bin ich wohl en sensibler Typ und daher für sowas anfällig(?)
Nun mittlerweile nach etlich Ärzten Therapiestunden etcetc..alles Zeitverschwendung... leb ich nun relativ normal. Täglich nehme ich 50mg Doxepin ein und damit ists aus mit den "Depressionen". Bei mir sind die Migräneattacken irgendwie ..und wie solls auch anders sein..mit meiner anderen Problematik verknüpft.
Also gehts mir "depressiv" schlecht dann ist die Wahrscheinlichkeit einer Migräneattacke höher. Nahrungsmitteltechnisch konnte ich bislang nur eines feststellen: Seit dem ich keinen Alkohol mehr zu mir nehme ( wegen den Depris)
und keinen Kaffee, kein Nikotin ists besser geworden.
Zeitweise habe ich um die Migräneanfallhäufigkeit zu vermindern PETADOLEX eingenommen, ist ein pflanzliches Mittel (Pestwurzauszug) ich meine das hat geholfen und ist ohne irgendwelche Nebenwirkungen. Ist einen Versuch wert!
Beim Anfall selbst nehme ich 2 Tablette Migräne-Kranit was bei mir sehr gut hilft.
(Ebenfalls frei verkäuflich/Apotheke!) vorher hatte ich Migränerton und meinte das wäre das Beste für mich ( hatte mich wegen der eventuellen Nebenwirkungen bei einem neuen Medikament seit den 80ern daran geklammert) es wurde nun nicht mehr zugelassen und ich musste eine neues Medikament ausprobieren--oh weia hätte ich das nur schon eher getan!!Also seit dem ich das Migräne - Kranit habe habe ich nur noch sehr wenig Angst vor einem Anfall. Also diese von Dir beschrieben Ausfallerscheinungen wie nicht mehr reden könenn, nicht mehr zählen können sind für mich seit dem weg!
Die Aura, Sehstörungen allerdings bleiben, muss man halt einfach abwarten, dauern bei mir so ca. eine halbe Stunde, danach mittleres Kopfweh. Einmal schlafen und es ist wieder alles ok, nicht so wie früher 3 Tage Arbeitsausfall...
Also um diese Angst loszuwerden.. wäre doch o.k. wenn man da ein Mittel hat das hilft..dann lässt die Angst zu 90% nach, weil man dann auch weiss das nur das und das passiert und fertig. Probiere es einfach aus. GGf. nen Arzt vorher fragen.
Und-- das was wir haben ist gar nicht so selten. Auch in dieser Heftigkeit.
Während eines Anfalls muss man nur daran denken das es wieder vorbei geht, also auch keinen bleibenden Schäden.
Ich habe derzeit seit einem Jahr schon keinen Anfall mehr gehabt.
Früher warens 1-2 pro Monat, als es am heftigsten war.

Michael

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