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Meine Brustverkleinerung -vielleicht hilft es euch ja

21. August um 14:03

Meine Brustverkleinerung


Etwa eine Woche ist es jetzt schon her.. meine Brustverkleinerung. Ich weiß, eine Woche ist nicht viel, wollte aber trotzdem alles um den Eingriff etc. schon mal mit euch teilen, so lange die Erinnerung noch frisch ist.
In den Monaten vor meiner Op habe ich mir etliche Artikel, Erfahrungsberichte und Videos zum Thema Brustverkleinerung durchgelesen bzw. angesehen und es hat mir sehr geholfen, weshalb ich mich dazu entschlossen habe auch meine Erfahrung mit euch zu teilen.


Kleine Info vorab, ich bin 21 Jahre alt, 167cm groß, wog zu der Zeit 66kg und trug in etwa 80 E/F.


Mit ca. 14/15 fingen meine noch sehr kleinen Brüste „endlich“, dachte ich damals noch, an zu wachsen, hörten aber irgendwie nicht mehr auf.. dafür verantwortlich ist zum einen eine, im etwa selben Alter, entstehende Essstörung sowie eine familiäre Veranlagung zu größeren Brüsten.
Neben der zunehmenden Größe hatte ich aber vor allem mit der form meiner Brüste zu kämpfen. Diese waren nämlich sehr schlaff und hingen, was mit den Jahren immer schlimmer wurde. Mit etwa 18 dachte ich zum ersten mal über eine Brustverkleinerung nach, diesen Gedanken habe ich dann aber doch recht schnell wieder verworfen, bis ich es 2 Jahre später nicht mehr aushalten konnte und schließlich erstmals mit meiner Mutter darüber sprach und ihr davon erzählte.
Zu dem Zeitpunkt und auch in den Jahren zuvor hatte meine Gesundheit sehr unter meinen großen Brüsten gelitten. Physisch begrenzten sich meine Beschwerden auf gelegentliche Rückenschmerzen (ich bin wegen meiner Beschwerden nie zu einem Orthopäden, da sich Rücken- und Nackenschmerzen immer in grenzen hielten) , Schmerzen im Brustansatz, Brustschmerzen beim Sport, wunde Stellen auf der Unterseite beider Brüste, durch entstehende Reibung beim laufen sowie die Entstehung eines Buckels (letzteres hängt jedoch zusätzlich noch von anderen Faktoren ab). Schwerwiegender waren jedoch die psychischen Folgen. Hierzu zählten mangelndes Selbstbewusstsein und allgemeines Unwohlsein, auch in Gesellschaft anderer Personen, Freunde, Familie. Mein soziales Leben litt also arg. Auslöser dafür war auch, dass ich mich in normaler Alltagskleidung nicht mehr wohl gefühlt habe. Ich kaufte Oberteile in Größen weit über meiner normalen Konfektionsgröße, um so viel es geht zu verdecken. Das tragen von „normalen“ Bh’s habe ich auch irgendwann aufgegeben. Ständig vielen meine Brüste raus, wodurch ich gefühlt minütlich alles wieder richten musste. Ich weiß, ich hätte mir speziell angefertigte Bh’s kaufen können, das hätte jedoch nur einen kleinen Teil meines Problems „gelöst“.. Ich fühlte mich einfach in meinem eigenen Körper nicht mehr wohl. Meine Brüste waren mir fremd. Sie gehörten einfach nicht zu mir.


Nach dem Gespräch mit meiner Mutter, hatte ich zum ersten mal seit Monaten wieder Hoffnung.
Für den ein oder anderen hört sich das vielleicht übertrieben an, aber genau so war es für mich. Jeder Mensch ist anders. Das muss respektiert und akzeptiert werden. Wir dürfen unsere eigenen Gefühle und unser eigenes Empfinden nicht auf andere projizieren und erwarten, dass diese genau so empfinden.


In den Monaten vor der Op haben mir solche Foren sehr geholfen, weil ich gesehen habe, dass ich nicht alleine bin und es andere gibt, die mit rausfallenden Brüsten zu kämpfen haben.
Es hat mich unter anderem ermutigt zum Hörer zu greifen und meinen zukünftigen Chirurgen anzurufen.


So, jetzt gehts an’s eingemachte.


Zunächst haben wir einen Beratungstermin ausgemacht. Bei diesem wurde ich erstmal über mögliche Risiken, die Art des Eingriffs und worauf ich nach dem Eingriff achten muss aufgeklärt. Des weiteren habe ich meine Beweggründe dargelegt.
Auch, wenn ich wusste, dass meine Chancen nicht sehr gut stehen, wollte ich einen Antrag auf Kostenübernahme an meine Krankenkasse stellen, welcher *Überraschung* abgelehnt wurde. Ich hatte aber auch nur ein Schreiben meines Chirurgen sowie Bilder geschickt, da ich eben bis zu diesem Zeitpunkt bei noch keinem Orthopäden war und es mir nicht „ehrlich“ schien, diesen um ein Schreiben zu bitten. Das Fehlen mehrer Schreiben (vor allem das eines Orthopäden) war dann auch letztendlich Grund der Ablehnung. Psychische Belastungen wurden ich meinem Antrag gar nicht erwähnt, da Krankenkassen auf diese sehr selten eingehen bzw. lediglich zu einer Therapie raten und das Thema damit abhaken. Letztendlich konnte ich die Ablehnung in meinem Fall nachvollziehen, wobei ich es unverschämt finde, dass psychischen Probleme so „runtergespielt“ bzw. selten als Grund anerkannt werden.


Die Op wurde also aus eigener Tasche bezahlt. Glücklicherweise habe ich unterstützende Eltern.
In den Tagen vor sowie am Tag der Op war ich ziemlich entspannt. Ich habe mich sehr, sehr gut aufgehoben gefühlt und auch das Gespräch mit der Anästhesistin hat mich nochmal beruhigt.
Vertrauen zu eurem Arzt und auch das Gefühl verstanden zu werden ist hier sehr wichtig.


Ich bin dann also am Tag der Op früh morgens ins Krankenhaus, habe mich angemeldet und wurde auf mein Zimmer gebracht. Etwas später hat dann der Chirurg noch alles eingezeichnet und kurz darauf wurde ich auch schon in den Vorraum des Op’s gebracht.
Augen zu - Augen wieder auf.
Viel weiss ich nicht mehr. Ich war ziemlich benommen und schläfrig. Alles um mich herum ist passiert, aber ich war nicht wirklich anwesend, ha ha. Später wurde mir etwas übel, hat sich aber auch nach ein paar Scheiben Zwieback wieder gelegt. Schmerzen hatte ich begrenzt. Klar, man spürt, dass man operiert wurde und es tut weh, wenn man aufsteht und sich bewegt, aber ist denke ich auch ganz normal. Die ersten Tage im Krankenhaus (ich bin 2 Nächte geblieben) bin ich mit einer Schmerztablette täglich ausgekommen. Ansonsten habe ich bis jetzt viel im Bett oder auf der Couch gelegen, denn schonen ist angesagt. Außerdem darf erstmal nur auf dem Rücken geschlafen werden und das Tragen eines speziellen Stützbh’s für die ersten 6 Wochen ist Pflicht. Gibt schlimmeres, gibt aber auch besseres.
Achja, da war doch noch was. Nämlich das ziehen der Drainagen. Das Gefühl ist eklig, die Schmerzen sind ok. Ist auch ziemlich schnell wieder vorbei, also einfach Augen zu und durch.


Ansonsten kann ich noch nicht viel sagen. Ich bin super glücklich, dass ich es durchgezogen habe und freue mich jetzt auf das, was noch kommt. Wenn ihr noch Fragen haben solltet dann schreibt es mir doch gerne in die Kommentare. Ich wünsche euch alles, alles gute und viel Erfolg, solltet ihr euch auch für eine Operation entscheiden. Es lohnt sich.


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