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Meine Brustvergrößerung - Erfahrungen

28. Juni 2015 um 14:51

Da ich in der Zeit, als ich mir noch sehr unsicher war, was mein Vorhaben anging meine Brüste vergrößern zu lassen, sehr von Foreneinträgen und Erfahrungsberichten profitiert habe, ist es mir ein riesen Anliegen nun auch meine Erfahrungen mit anderen zu teilen.
Der Wunsch mein A-Körbchen, das sehr unverhältnismäßig zu dem Rest meines Körpers war, auf eine normale Größe vergrößern zu lassen, wurde in den letzten Jahren immer größer. Anfangs verdrängte ich den Gedanken u.a. mit der Hoffnung, dass eventuell noch etwas wächst. Ich bin Anfang 20 und es hat sich nach meinem 16. Lebensjahr nichts mehr verändert und auch meine langjährige Frauenärztin bestätigte mir, dass sich da nichts mehr verändern wird.
Die Monate vor der Operation verbrachte ich mit einer sehr, sehr intensiven Recherche, denn für mich kam es nicht in Frage bei dieser Angelegenheit etwas dem Zufall zu überlassen. Nachdem ich das Thema im Internet hoch und runter recherchiert habe, bin ich noch mal zur Absicherung zu meiner Frauenärztin gegangen, die mir noch mal etwas Sicherheit gab, da sie selbst Patientinnen hat, die diesen Schritt auch schon gegangen und sehr glücklich mit dem medizinischen und kosmetischen Ergebnis sind. Bevor ich das Gespräch mit meiner Frauenärztin hatte, habe ich sehr viel Zeit damit verbracht den/die richtige/n PC zu finden, was sich doch als recht schwierig erwiesen hat. Es gibt da wirklich große Unterschiede und um diese herauszufinden muss man teilweise echt tief in die Tasche greifen, da es doch einige PCs gibt, die bis zu 150 Euro für ein Beratungsgespräch verlangen. Diese nehmen sich verhältnismäßig mehr Zeit, aber auch meistens nur aus dem finanziellen Anreiz. Ich war auch bei zwei PCs, die kein Geld für das Beratungsgespräch verlangt haben. Diese haben dann natürlich etwas weniger Zeit, dafür geben sie vielen potentiellen Patientinnen die Chance ein Gefühl für den Eingriff und alle damit zusammenhängenden Risiken und Punkten, die man bedenken sollte. Auf diesem Wege bin ich auch zu meinem PC gekommen, der mich letztlich operiert hat. Es folgten ein zweites, längeres Gespräch und viele Gespräche mit der Praxis und dem Anästhesisten. Was die Terminflexibilität angeht, gibt es auch einige Unterschiede zwischen den einzelnen PCs. Bei manchen kann man schon in zwei Wochen operiert werden, bei anderen muss man mehrere Monate auf einen Termin warten. Ich hatte das Glück, dass ich auf eine Leidensgenossin in einem Forum gestoßen bin, die sich genau bei diesem PC die Brüste hat vergrößern lassen ihre Eindrücke und vor allem ihre Zufriedenheit haben dann noch mal den letzten Ausschlag gegeben und ich habe mich endgültig für den PC entschieden.
Als der Termin stand und immer näher kam, wurde die Aufregung auch immer größer. Mir gingen tausende Gedanken durch den Kopf, da ich prinzipiell eher ein vorsichtiger Mensch bin und alles mehrmals überprüfen möchte. Irgendwie fühlte es sich dann auch gut an, dass der Tag immer näher kam, da ich es so entschlossen war diesen Schritt zu gehen und ich einfach wissen wollte, wie es mir ergeht. Vor der OP musste ich noch einen Bluttest machen und habe freiwillig noch EKG und Lungenfunktion testen lassen.
Am Tag der OP ging alles sehr routiniert und schnell, was mir auch noch mal sehr viel Sicherheit gab. Nachdem ich mich hingelegt habe und noch mal eine Infusion bekam, ging alles sehr schnell und ich war schon am schlafen. Nach einer h wachte ich auf und fragte als erstes ob alles gut gelaufen ist und wie viel es denn nun geworden sind, da das ja während der OP noch mal entschieden wird natürlich im Rahmen dessen was man vorher mit dem PC ausgemacht hat. Ich habe mich vorher für runde Allergan Implantate mit 290 ml und einer moderaten Projektion entschieden, da ich es doch eher natürlich wollte, als künstlich. Ich erfuhr dann, dass ich letzendlich 275 ml bekommen habe. In den ersten Stunden ging es mir sehr gut, was wohl auch durch die Restwirkung der Narkose begünstigt wurde. Ich war sehr glücklich, dass ich die Narkose gut überstanden habe, meine Mutter, die an diesen Tagen an meiner Seite war, war es mindestens genau so. Die Narkose war für mich ein sehr großer Angstfaktor. Die ersten Stunden darf man nicht übermütig werden, denn jede falsche Bewegung, kann für die nächsten Tage noch mal die Schmerzen verstärken. Ich hab mich dummerweise auf meinen Armen abgestützt, um auf die Toilette zu gehen, und hatte seitdem einen stechenden Schmerz in einer Brust. Man muss sich wirklich diese Bewegungen in den ersten Tagen abgewöhnen, was teilwiese schwer sein kann. Ich wurde früh morgens operiert und mittags merkte ich dann schon die Schmerzen. Dennoch, dafür, dass ich morgens operiert wurde, ging es mir ziemlich gut und ich war sehr überrascht über diesen Zustand. Ich blieb dann eine Nacht in dem Krankenhaus und die Krankenschwestern kümmerten sich sehr gut um einen. Am nächsten Morgen wurden die Drainagen abgenommen und ich war so unglaublich fasziniert von meinen neuen Brüsten. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Es sah einfach schön aus, obwohl die Form zu dem Zeitpunkt natürlich noch etwas spitz und die Brust an sich sehr geschwollen war. Anschließend wurden meine Zimmernachbarin und ich entlassen und der erste Gang ging in Richtung Apotheke, um all die Medikamente abzuholen, die mir verschrieben wurden. Ich ahnte noch nicht was mich erwartet, denn gegen Mittag fingen erst die richtigen Schmerzen an und ich merkte, dass die Krankenhaus-Infusionen wohl doch eine andere Kategorie als die Medikamente sind. Am schlimmsten war das Stechen, das bei jedem Atemzug schlimmer wurde. Es war so als würden sich die Muskeln zusammenziehen und verkrampfen ein ganz unangenehmes Gefühl und ich konnte im Prinzip nichts dagegen machen, außer Coolpacks auf die Brüste zu legen. Als sehr unangenehm hab ich auch das Schlafen auf dem Rücken und im Sitzen empfunden. Ich habe bestimmt 2-3 Wochen im Sitzen (mit Kissen aufgepolstert) geschlafen, da ich sonst nicht mehr hoch gekommen wäre und die Arme benutzen tabu war. Zu der Zeit hab ich tatsächlich unfreiwillig meinen Bauch ganz gut trainiert. Was übrigens nicht ungewöhnlich ist: ein geschwollener Bauch aufgrund der Vollnarkose, der aber bei mir nach 10 Tagen verschwunden war. Durch die Schmerztabletten hatte ich in der ersten Woche sehr angenehme Nächte und konnte in dieser merkwürdigen Position gute 8 h durchschlafen. Das Aufstehen jeden Morgen war dennoch eine Qual, denn es fühlt sich so an, als würde jemand an deinen Brüsten reißen tatsächlich auch wie ein Muskelkater nur noch um einiges schlimmer. Die ersten Tage wäre ich wirklich nicht ohne fremde Hilfe ausgekommen. Kochen wäre unmöglich gewesen, genau so wie alleine duschen. Man hat einfach gar keine Kraft in den Armen und muss aufpassen, dass man diese nicht überstrapaziert. Über was man sich auch nicht wundern sollte sind Blubbergeräusche in den Brüsten, das ist ganz normal in den ersten Wochen. Als ich nach ein paar Tagen die großen Pflaster entfernen durfte (nicht die kleinen über den Narben), war ich unglaublich aufgeregt und hatte große Angst, dass es schrecklich aussieht und ich es mein ganzes Leben lang bereuen werde. Als ich den Stütz-BH geöffnet habe, wurde mir erst mal ganz schwarz vor den Augen. Doch was ich dann sah, beruhigte mich unglaublich. Die Brüste waren total symmetrisch und sahen selbst im noch geschwollenen Zustand einfach nur schön aus. Seitdem hab ich meine Brüste so oft wie möglich begutachtet und war froh, wenn alles normal aussah.
Mir ging es von Tag zu Tag besser und ich war wirklich froh darüber. Nach dem 7. Tag war ich auf mich selbst angewiesen, was ein großer Schritt war. Prompt bekam ich eine üble Erkältung mit Fieber und das war nicht alles... an der Stelle also auch noch ein anderer ganz wichtiger Tipp: denkt daran mit Milchsäurebakterien (bzw. zäpfchen) vorzusorgen, denn die ganzen Antibiotika beseitigen alle, wirklich alle, und dann auch die guten Bakterien im Körper. Ich bin überhaupt nicht anfällig und war wirklich überrascht, da ich gar nicht darüber nachgedacht habe, was die ganzen Antibiotika und Medikamente noch so alles mit meinem Körper anstellen können. Bitte denkt also daran, denn glaubt mir, ihr habt keine Lust 1 Woche Post-OP zum Frauenarzt zu gehen. Die Medikamente haben meinen Körper ganz schön durcheinander gebracht und das hat wirklich lange gedauert, bis sich das wieder eingependelt hat.
Übrigens habe ich in den ersten Wochen Arnica Globuli D6 genommen, die mir sehr weitergeholfen haben. Sobald ich wieder dieses Stechen verspürt habe, hab ich mir ein paar von den Kügelchen eingeschmissen. Eine gute Alternative, wenn man sowieso schon einen Haufen an schulmedizinischen Medikamenten schluckt und auch die nicht mehr helfen. Ich war dann sehr froh, als ich nach 7 Tagen aufhören konnte mit den ganzen Medikamenten.
Nach 2 Wochen normalisierte sich dann alles wieder so langsam und ich bekam auch meine Fäden gezogen, was ich übrigens gar nicht gemerkt habe. Die Narben sind ganz fein und unauffällig, worüber ich sehr glücklich war. Nach und nach fing ich an immer seitlicher und flacher zu schlafen und war dann froh, dass ich nach 4 Wochen zumindest nicht mehr den Gurt über meinen Brüsten schließen musste, denn ohne fühlte ich mich deutlich wohler. Ich würde jedem empfehlen, sich so viel Zeit wie irgendwie möglich zu nehmen, da sich das echt bemerkbar macht auf längere Sicht. Man muss sich immer vor Augen halten, dass das ein großer Eingriff in den Körper ist.
Na ja, nun bin ich schon 4 Monate Post-OP und mir geht es richtig gut! Inzwischen kann ich die Vorzüge meiner neuen Figur voll und ganz genießen. Ich mache wieder Sport und sonst hat sich auch wieder ein Alltag eingependelt, in dem die Brüste nicht mehr 24/7 im Fokus stehen. Es war ein Traum sich endlich einen BH mit Freude zu kaufen und herauszufinden, was man denn nun für eine Körbchengröße hat. Das Gefühl an beiden Brüsten ist schon fast vollständig zurückgekehrt und ich pflege sie nach wie vor mit Mandelöl (da die Haut ja gut gedehnt wird) und die Narben mit Bepanthen Wund- und Heilsalbe. Am Anfang sind sie noch sehr hart, mit der Zeit werden die Brüste aber immer weicher und natürlicher.

Fazit: Ich bin bisher sehr glücklich mit der Entscheidung diesen Schritt gegangen zu sein. Es ist alles nach Plan verlaufen und mein PC hat sich im Nachhinein auch um all meine Fragen und Unsicherheiten gekümmert. Ich kann wieder normal schlafen, traue mich auch auf den Bauch zu legen, was einen anfangs Überwindung kostet. Ganz wichtig ist es sich VIEL Zeit zu nehmen und jemanden Vertrautes da zu haben, der einen unterstützt. Man ist vor allem die erste Woche wie ein kleines Kind, das nichts alleine machen kann. Ich kann es kaum glauben, dass ich das gemacht habe und weiß ganz genau, wenn ich es nicht gemacht hätte, würde ich heute noch mit dem Gedanken spielen. Wenn euch etwas so sehr stört und es euch so sehr belastet, traut euch es zu verändern. Es ist euer Körper und so lange ihr gut recherchiert habt und maßvolle Entscheidungen trefft, dann ist das vollkommen legitim. Wenn ihr noch Fragen habt, beantworte ich euch diese sehr gerne.

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17. Oktober 2015 um 22:45

Langfristige Einschränkungen
Hallo butterfly
Dein Eintrag ist jetzt schon eine Weile her, aber ich hoffe du bist hier noch aktiv und kannst mir meine Frage beantworten. Es freut mich, dass bei dir alles so gut verlaufen ist, habe ich endlich entschieden nächsten Monat auch den Schritt zu wagen, da ich sehr unzufrieden bin! Ich habe Nur eine Frage die mir Bedenken macht undzwar wie sieht das mit dem Sport aus hast du irgendwelche Einschränkungen ? Mein Arzt sagte mir nämlich ich sollte brustmuskeltraining vermeiden wie Liegestützen usw. Und Sprürt man die Implantate im Alltag beim staubsaugen oder Taschen tragen ? Habe Angst dass man ständig etwas merkt weil man ja für so viele Dinge den Brustmuskel in Anspruch nimmt. Würde mich sehr über eine Antwort freuen! Liebe Grüße

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24. Oktober 2015 um 14:05
In Antwort auf anni71993

Langfristige Einschränkungen
Hallo butterfly
Dein Eintrag ist jetzt schon eine Weile her, aber ich hoffe du bist hier noch aktiv und kannst mir meine Frage beantworten. Es freut mich, dass bei dir alles so gut verlaufen ist, habe ich endlich entschieden nächsten Monat auch den Schritt zu wagen, da ich sehr unzufrieden bin! Ich habe Nur eine Frage die mir Bedenken macht undzwar wie sieht das mit dem Sport aus hast du irgendwelche Einschränkungen ? Mein Arzt sagte mir nämlich ich sollte brustmuskeltraining vermeiden wie Liegestützen usw. Und Sprürt man die Implantate im Alltag beim staubsaugen oder Taschen tragen ? Habe Angst dass man ständig etwas merkt weil man ja für so viele Dinge den Brustmuskel in Anspruch nimmt. Würde mich sehr über eine Antwort freuen! Liebe Grüße

AW: Langfristige Einschränkungen
Hey Anni,
es ist kaum vorstellbar, aber ich spüre die Implantate absolut gar nicht im Alltag. Sie sind so sehr ein Teil meines Körpers geworden, dass es sich so anfühlt, als wären sie immer schon da gewesen. Ich kann alles tragen, ohne danach Beschwerden zu haben. Nach 3 Monaten habe ich auch wieder mit dem Sport angefangen. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich keine Übungen mache, die die Brustmuskulatur stark beanspruchen, aber nicht aufgrund der OP, sondern, weil ich andere Körperregionen trainieren möchte. Dennoch mache ich viele Übungen mit meinem Eigengewicht, bei denen auch oft die Arme zum Abstützen zum Einsatz kommen - das ist gar kein Problem. Es ist natürlich immer die Frage wie intensiv du trainieren möchtest. Wenn du den Muskel so beanspruchst, dass es grenzwertig ist, wirst du das dann schon währenddessen oder danach spüren. Am Anfang ist es nur wirklich wichtig, dass du dich und deinen Brustmuskel echt schonst, damit alles schön ausheilt und du langfristig happy bist.
Liebe Grüße

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