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Kranker Freund... Hilfe!!!!

8. Januar 2003 um 14:47 Letzte Antwort: 10. Januar 2003 um 17:36

Hallo ihr Lieben!

Ich habe ein Problem.
Ich bin 20 Jahre alt und seit 2 Jahren mit meinem Freund zusammen. Seit einem Jahr hat mein Freund einen schlimmen Herzfehler. Die Ärzte sagten am Anfang das er es nur überlebt wenn man ihm ein neues Herz Transplantiert. Seit einem halben Jahr hat er dieses Stadium überstanden, also er braucht kein neues Herz mehr. Nur lässt er sich in letzter Zeit ziemlich hängen. Ich versuche ihn mit all meiner Kraft ihn immer wieder aufzubauen und ihm immer zu helfen nur meine Kraft ist nun auch an meine Grenzen gekommen. Er darf sich nicht Körperlich betätigen, das heißt, er dürfte nicht mal mehr Treppen steigen. Ich opfere seit einem Jahr meine ganze Freizeit um für ihn da zu sein da sich 90 % unserer Freunde von uns abgewandt haben. Das einzige was wir zusammen unternehmen ist, dass wir zusammen spazieren gehen, ab und zu mal ins Kino oder mal was Trinken gehen. Was mir auch sehr weh tut ist, dass wenn ich ihm was erzähle, hört er mir manchmal nicht mal zu. Er sagt das er in Gedanken ständig bei seiner Krankheit ist. Er vergisst auch ständig etwas. Wenn ich ihm was wichtiges erzähle weiß er es manchmal Stunden danach nicht mehr.
Manchmal weiß ich nicht was ich noch tun soll. Ich Liebe ihn über alles und ich würde ihn nicht Verlassen nur wegen seiner Krankheit. Ich weiß im Moment einfach nicht mehr weiter. Ich trete ihm ständig in den Arsch (nicht wörtlich gemeint) damit er sich nicht so hängen lassen soll, doch ich habe das Gefühl das ich gegen eine Wand rede!
Kann mir jemand helfen???
Hat vielleicht auch jemand solche Erfahrungen gemacht???
Bitte helft mir

Danke im voraus
Chiara

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8. Januar 2003 um 23:01

Nicht nur der Körper...
Hallo Chiara,
nicht nur der Körper Deines Freundes ist krank sondern auch die Seele. Er sieht sich wahrscheinlich schon am Sterbebett oder sein Leben als total verpfuscht. Er, ein Mann, der nicht mehr einsatzfähig ist.
Das sind zwar nur Vermutungen aber ich denke, Du solltest ihn dazu bewegen zu einer Selbsthilfegruppe oder zu einem Psychologen zu gehen, damit sein Geist wieder aufgebaut wird. Das er ein Licht am Ende des Tunnels sieht und nicht nur das schlechte, in seiner momentanen Situation.
Sicher er leidet, aber es sollte sich nicht in seiner Situation gefallen. Du tust alles für ihn aber er sollte auch etwas für sich und somit auf für Dich tun.
Es hört sich alles sehr klug an. Habe in meiner Verwandschaft jemand, der hat den Krebs besiegt. Erfolgreich. Lebenserwartung von einem Jahr. Das ist zwei Jahre her und gesund! Nichts mehr vorhanden. Als die Krankheit da war, das Geschwür, etc. hat derjenige gekämpft. Nun, im gesunden Zustand gibt derjenige auf und sieht sich als den "Kranken". Ein zweites Leben! Einfach so, geschenkt! Ein Geschenk, das man nicht alle Tage bekommt, und??? Er schmeisst es weg.
Leider ist er nicht zu bewegen sich aufzuraffen. Angebote werden abgeleht. Selbsthilfegruppen und Psychologen kommen nicht in Frage. Er will nicht. Wie es weiter geht, weiss ich nicht.
Ich hoffe, Du hast mehr Glück.
Wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg, behalte die Nerven.
Liebe Grüsse
Forumsel

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10. Januar 2003 um 17:36

Danke
Hallo Michi!!!
Ich wollte Dir auch Danken!!!

Dein Beitrag hat mich sehr Nachdenklich gemacht und es hat mir in einigen Dingen die Augen geöffnet. Ich werde mir das Buch "Mary" zulegen und es mir zu Herzen nehmen.

Nochmal Tausend dank!!!

Küsschen Chiara!

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