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Brustvergrößerung - so ist es wirklich!

Letzte Nachricht: 28. April 2015 um 17:32
M
morika_12680267
24.04.15 um 14:39

Ich möchte gerne meine Erfahrungen mit einer Brustoperation mit euch teilen. Ich finde, dieser Eingriff wird viel zu extrem verherrlicht in den Medien und viele wissen nicht, auf was sie sich einlassen.

Ich hatte vor gut 10 Jahren die ersten Gedanken an eine Brustop. Damals war ich 15 und hatte fast gar keine Brüste (mit 15 nicht weiter abnormal - aber ich begann damals schon darunter zu leiden) und das was ich hatte, ging eher schon in Richtung tubuläre Brust. Ich denke, ich hätte nicht annähernd so ein Problem damit gehabt, wenn die Form wenigstens schön gewesen wäre.

10 Jahre später hatte ich noch die exakt gleichen Brüste und nun war es endlich an der Zeit, was dagegen zu unternehmen.

Ich muss noch dazu sagen, ich hab jetzt nie so unter meiner Brust gelitten, dass ich kein erfülltes Sexleben haben konnte. Ich war 2 mal für 5 Jahre in einer Beziehung und hatte vor meinen Freunden nie das Problem, mich auszuziehen. Es war mir nicht das angenehmste, aber es war auch nicht so, dass ich mich versteckt habe.

Mit 19 war ich beim ersten Chirurgen. Und dann ging das so weiter bis ich 25 war. Ich hatte mindestens 15 Chirurgen aufgesucht und hatte nun endlich den passenden für mich gefunden.

Ich besuchte diese Chirurgin im September 2014 und nach einer Stunde Beratungsgespräch haben wir einen Termin im März 2015 festgelegt. Bewusst wollte ich ein halbes Jahr verstreichen lassen, um mir das Ganze noch mal genau überlegen zu können und mich richtig darauf Vorzubereiten.

Und so tat ich das auch. Ich hab alles Mögliche gelesen über Brustops, hab mich erkundigt, mich mit Freundinnen ausgetauscht die es schon hinter sich hatten. Mir Dokus angesehen. Alle Möglichen Utensilien gekauft. Ich dachte ich bin 1A vorbereitet.

Ich war richtig Motiviert und konnte den Tag der OP kaum erwarten. Ich hatte alle zu hause und in der Arbeit informiert und war bereit.

Was ich nicht mit einbedacht habe ist, was passiert, wenn Komplikationen auftreten.
Aber damit rechnet man auch einfach nicht, nicht wahr?
Leider wars bei mir so und ich musste noch mal operieren.
Das bedeutete nicht nur, dass ich mehr Schmerzen und einen längeren Heilungsprozess hatte, sondern auch dass alle Pläne die ich hatte sich geändert haben, ich statt 2 Wochen 4 Wochen Urlaub nehmen musste, ich 4 Wochen nicht Auto fahren konnte - was der blanke Horror war, ich musste 2 Mal in der Woche zu meiner Chirurgin zur Kontrolle und sie ist 200km (one way!) von mir Entfernt. Ich denke ich bin in der Ganzen Zeit bestimmt 20 mal bei ihr gewesen (statt normalerweise 4 mal) - ihr könnt euch nicht vorstellen, was für ein Aufwand das war, dort immer hin zu kommen.
Von den zusätzlichen Kosten ganz abgesehen!!!

Ich bin noch sehr dankbar darüber, dass ich meinen Chef eingeweiht habe und er alles in die Wege geleitet hat, dass meine Projekte doch noch zum Abschluss gekommen sind und der gleichen, da ich ja wirklich ein volles Monat nicht arbeiten konnte, anstatt der geplanten 14 Tage (ich habe einen Bürojob)

Dazu kam noch die große psychische Belastung. Meine Chirurgin konnte mir nie eine Entwarnung geben, dass das Implantat drin bleiben kann. Diese Unwissenheit war unerträglich und ich erlitt beinahe eine Depression wegen der ganzen Prozedur. Ich konnte mich nicht mal über meine neuen Brüste freuen, weil ich alles andere einfach so mitgenommen hat.

Heute ist es knapp 3 Wochen her, seit meiner zweiten Operation und es geht mir langsam wieder gut.
Abgesehen von all dem, sind meine Brüste echt schön geworden und ich bin super zufrieden.
Ich fühle mich einfach besser und bin schlussendlich froh, diesen Schritt gemacht zu haben, trotzdem mache ich mir selber große Vorwürfe, da ich finde, ich hab mich zu wenig über Komplikationen und ihr Nachspiel informiert.

Deshalb möchte ich meine Erfahrung mit euch teilen und noch mal betonen, dass dieser Eingriff kein Zuckerschlecken ist.
Und wenn sich nur eine auf Grund meiner Erfahrung etwas mehr Gedanken über alles macht, finde ich hat es sich schon gelohnt.
Ich will niemanden von einer Brustop abhalten. Aber ich würde mir überlegen, ob es denn wirklich 1000%ig sein muss. Mir wäre es diese Strapazen nicht mehr wert.

Falls jemand Fragen hat, könnt ihr mir gern schreiben.

Liebe Grüße

eure Pixie

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N
natan_13025071
26.04.15 um 17:00

Hallo Pixie
Da hast Du ja einiges mitgemacht. Nun hattest Du Dich schon so gut informiert, aber scheinbar nocht nichts von der Folgekostenversicherung gehört. Schade, so hättest Du Dir zumindest die Kosten sparen können. Wenn aber sonst jemand gerne etwas darüber erfahren möchte, kann ja mal hier rein schauen http://porta-estetica.de/forum-pe/index.php?page=Portal Auch wie verschiedene Mädels es gehandhabt haben.

Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute.

Pegasusss

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nichol_12132547
27.04.15 um 20:22

BV
Hallo Pixie, welche Komplikationen sind es bei Dir gewesen? aus welchen Gründen? Ich bin nicht mehr die jüngste und angst habe ich auch.... Aber ich hasse noch mehr mein aussehen, immer noch, obwohl ich seit 20 jahren liebevollen mann und zwei kinder habe. ich schob die entscheidung vor sich hin, wie keine andere in meinem leben. und trotzdem letztendlich möchte ich es versuchen. auf komplikationen ist man ja nie wirklich vorbereitet, man hat nur das gefühl, dass es einen nicht sooo überascht, wenn tatsächlich dazu kommt....

Liebe Grüße

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M
morika_12680267
28.04.15 um 17:32

Doch
natürlich hatte ich eine Folgekostenversicherung abgeschlossen! Aber die deckt nicht alle kosten ab. Ich meinte mit zusätzliche Kosten das Geld für den Tank oder zusätzliche Medikamente ...

Also ich hatte ca. 1 Woche nach der OP eine Einblutung in die Implantatsche (Verursacht durch eine Muskelverletzung die wahrscheinlich durchs abstützen beim Aufstehen verursacht wurde) Dadurch hat sich ein großes Hämatom an meiner Brustunterseite gebildet und mein Körper hat es nicht geschafft, dieses zu verstoffwechseln und dann ist mir die Naht aufgegangen. Ich hab ca. 0,5 Liter Flüssigkeit verloren (altes Blut und Wundwasser) und danach wurde das Ganze noch mal komplett geöffnet, ausgespült und wieder zusammengenäht.

Natürlich bin ich selber Schuld, dass das alles passiert ist. Ich hab mich klarer weise nicht absichtlich abgestützt, es geht so schnell, man muss so vorsichtig sein! Man sollte wirklich 2 Wochen so leben, als hätte man keine Arme
Aber genau deshalb teile ich meine Erfahrung ja.

Liebe Grüße
-pixie

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