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"bessere" Zahnspange sinnvoll oder Geldmacherei ?

Letzte Nachricht: 30. April 2009 um 12:48
S
susan_12524033
21.10.08 um 20:22

Hallo,

ich durchforste seit 2 Wochen sämtliche Foren, um mir ein Bild über verschiedene Zahnspangen zu machen. Daraus bin ich aber nicht wirklich schlau geworden.

Meine Tochter ist 10 und bekommt diese Woche die Gummis für ihre feste Zahnspange eingesetzt. Nächste Woche ist das der Termin fürs Einsetzen der Spange. Bis dahin muss ich mich entschieden haben, welche Spange sie bekommt. Eine lose ist nach Meinung von 2 Kieferorthopäden nicht möglich, da die Zähne nicht nur verschoben sondern auch verdreht werden müssen. Darüber gäbe es gar keine Diskussion. Mein Ex-Mann tendiert zur Kassenleistung. Er hatte damals selbst ne Zahnklammer und meint, das diese völlig ausreichend war.

Meine Tochter hat aber einen Zahnschmelzdefekt an einigen Zähnen und ihr wurden wegen des Defektes auch schon 2 bleibende Backenzähne gezogen, da diese bereits vollständig zerstört durch das Zahnfleisch gebrochen sind. Ein weiterer Backenzahn ist fast komplett gefüllt und von der Kaufläche ist kaum noch was übrig. Auch dieser Zahn wird im Laufe der kieferorthopädischen Behandlung wahrscheinlich noch gezogen werden. Hierzu muss ich mir dann auch noch überlegen, ob ich auch den Zahn auf der anderen Seite, der zwar bereits gefüllt aber noch einigermaßen gesund ist, ziehen lassen muss, damit die Spange nicht asymetrisch wirken muss.

Ich mache mir nun natürlich Gedanken, um die noch einigermaßen gesunden Zähne meiner Tochter. Ich möchte natürlich die bestmögliche Behandlung für sie, damit ihr die Zähne noch ein bischen länger erhalten bleiben.

Ich bin am Überlegen, ob ich zusätzlich zur Bracketsumfeldversiegelung auch noch die Speed-Brackets bezahle, da diese ohne Gummis auskommen, von der Fläche her fast nur 1/3 im Gegensatz zu den "Kassenbrackets" einnehmen und sie die Zähne und Brackets so vielleicht besser und einfacher putzen kann. Außerdem sollen hier auch dünnere Drähte dabei sein, die die Kräfte gleichmäßig verteilen und speichern und somit weniger Bewegungsschmerzen verursachen sollen.

Ich weiß nicht, wieviel hiervon nur als Werbung dient oder tatsächlich der Wahrheit entspricht. Ich habe ja nun schon viel gelesen, und wenn es darum geht, das man mit beiden Sachen ans gleiche Ziel kommt, im "kostenpflichtigen" Bereich aber sanfter und bequemer, dann würde ich das zusätzliche Geld für meine Tochter gerne ausgeben.

Wenn das alles aber nur eine Werbungsmasche ist und tatsächlich keinen so großen Unterschied ausmacht und ich damit die Differenz der Zahnspangen mitbezahle, die auf Kassenleistung angebracht werden, fände ich das nicht so toll.

Die Kieferorthopädin hat mir erklärt, das die Kassenzuschüsse noch nicht mal mehr das Kassenmaterial und den Aufwand decken würden. Das läßt mich eigentlich zu dem Schluss kommen, das die Leute, die zusätzliche Leistungen haben möchten, auch zusätzlich für die anderen mitgemolken werden, oder?

Was mich so zum Überlegen bringt, ist auch die Sache, das die Praxis Ratenzahlungen anbietet. Die 2 Pakete, die mich interessieren würden, kosten entweder 18 oder 28 monatlich. Die Rate müsste bis zum Ende der gesamten Behandlung (also auch bis zum Ende des Tragens des Kleberetainers) bezahlt werden. Wenn ich mal von 5 Jahren ausgehe, kommt da schon ne Menge zusätzlich auf mich zu. Ich könnte die Sachen, die im Paket enthalten sind, auch einzeln bezahlen. Das wären 2x proffesionelle Zahnreinigung, 1x Bracketsumfeldversiegelung, die teureren Brackets pro Stück, die extra Bögen und zum Abschluss der Kleberetainer.

Ich habe nun um einen Kostenvoranschlag gebeten, da ich mir ausrechnen möchte, womit ich günstiger fahren würde. Da man vorweg die Behandlungsdauer nicht bestimmen kann (mir wurde gesagt, es werden wohl 1,5 - 2 Jahre feste Spange, dann ca. 2 Jahre lose Spange und dann noch ca. 1 Jahr der Kleberetainer), kann man ja auch nicht genau sagen, ob die Ratenzahlung günstiger wäre. Bei kurzer Behandlungsdauer vielleicht ja, bei längerer kann aber auch die Einzelrechnung günstiger sein.

Habt ihr da einen Tipp für mich?

Würde mich über Antworten wirklich freuen.

Liebe Grüße

Melajohanna

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S
sommer_12729053
21.10.08 um 21:40

Hallo
hallo
ich bin selbst kieferorthopädische Helferin und kenne mich mit diesen Zusatzleistungen ziemlich gut auf. Die Gesetzlichen Krankenkassen bezahlen seit der Gesundheitsreform nur noch eine Behandlung die außreichend, wirtschaftlich und zweckmäßig ist und wir alle wissen dass ausreichend nicht gut ist. Ich möchte hier keine Werbung machen und alle davon überzeugen diese Leistungen zu wählen. Man kommt auch ohne Speedbrackets, Titanbögen oder Bracketumfeldversiegelung ans Ziel, nur mit anderen Materialien die nicht so qualitativ hochwertig sind. Die meisten Praxen bieten diese Ratenzahlungen an, die viele Familien mehrere Kinder gleichzeitig in behandlung haben und somit diese Kosten doppelt tragen müssen. Es dürft aber auch kein Problem sein, Einzelrechnungen zu bekommen und alles dann zu bezahlen wenn die Leistung erbracht wurde. Aber wenn die feste Zahnspange eingesetzt wird, werden die Brackets, die Versiegelung und die Titanbögen abgerechnet und dann ist man schlagartig bei über 1000,- .
Also wenn man diese Leistungen nicht nimmt, bekommt man eine ausreichende Kassenbehandlung und mit diesen leistungen bekommt man eine qualitativ hochwertige Behandlung die schneller und schmerzärmer ist.
Die Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen, wobei heutzutage das Finanzielle auch eine große Rolle spielt.

Liebe Grüße

Schoki

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S
susan_12524033
21.10.08 um 22:16
In Antwort auf sommer_12729053

Hallo
hallo
ich bin selbst kieferorthopädische Helferin und kenne mich mit diesen Zusatzleistungen ziemlich gut auf. Die Gesetzlichen Krankenkassen bezahlen seit der Gesundheitsreform nur noch eine Behandlung die außreichend, wirtschaftlich und zweckmäßig ist und wir alle wissen dass ausreichend nicht gut ist. Ich möchte hier keine Werbung machen und alle davon überzeugen diese Leistungen zu wählen. Man kommt auch ohne Speedbrackets, Titanbögen oder Bracketumfeldversiegelung ans Ziel, nur mit anderen Materialien die nicht so qualitativ hochwertig sind. Die meisten Praxen bieten diese Ratenzahlungen an, die viele Familien mehrere Kinder gleichzeitig in behandlung haben und somit diese Kosten doppelt tragen müssen. Es dürft aber auch kein Problem sein, Einzelrechnungen zu bekommen und alles dann zu bezahlen wenn die Leistung erbracht wurde. Aber wenn die feste Zahnspange eingesetzt wird, werden die Brackets, die Versiegelung und die Titanbögen abgerechnet und dann ist man schlagartig bei über 1000,- .
Also wenn man diese Leistungen nicht nimmt, bekommt man eine ausreichende Kassenbehandlung und mit diesen leistungen bekommt man eine qualitativ hochwertige Behandlung die schneller und schmerzärmer ist.
Die Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen, wobei heutzutage das Finanzielle auch eine große Rolle spielt.

Liebe Grüße

Schoki

Hallo Schoki,
vielenn Dank für deine schnelle Antwort.

Man mag ja auch dem Kieferorthopäden, dem man vertraut, und der einen gut behandelt, nichts böses unterstellen.

Wenn die Ratenzahlung die tatsächlichen Kosten, die entstehen, abtragen würde, würde ich nicht lange zögern und diese Ratenzahlung wählen. Ich finde es aber recht unübersichtlich gestaltet, da die Behandlung von den Kosten des Materials her ja die gleiche ist, ob man nun 4 oder 5 Jahre in Behandlung ist. Bei 5 Jahren Behandlung würde ich bei der Ratenzahlung aber über 300 mehr bezahlen, obwohl die gleiche Leistung erbracht und das gleiche Material verbraucht wurde wie bei der Behandlung nach 4 Jahren. Das ist eine Sache, die mich stutzig macht. Geht die Behandlung schneller, spart man eventuell etwas, und die tatsächlichen Kosten wären vielleicht nicht ganz gedeckt. Die Kontrolltermine sind ja im Heil-und Kostenplan der Krankenkasse enthalten.

Die Kontroll-Termine, das Nachstellen und auch das Anbringen der Spreed-Brackets soll ja schneller von statten gehen, das heißt, der Kieferorthopäde hat ja auch noch weniger Arbeit. Ist diese Arbeitserleichterung denn auch gleich bei den Mehrkosten abgezogen worden?

Das Finanzielle spiel bei mir eine sehr große Rolle, da ich alleinerziehend bin und von meinem Ex-Mann zu den Zusatzleistungen kein Geld dazubekomme, da er ja der Meinung ist, das die Kassenleistung ausreicht.

Ich möchte meiner Tochter aber schon die bestmögliche Behandlung, die in meinem finanziellen Rahmen liegt, angedeihen lassen, auch wenn ich dafür auf was anderes verzichten muss.

Ich möchte aber vorher sicher gehen, das ich nicht unnütz mein Geld zum Fenster rauswerfe. Manche Beiträge in manchen Foren beschreiben die Zusatzleistungen als solches.

Ich weiß, die Entscheidung muss ich selbst treffen, ich hoffe trotzdem, das ich noch ein paar objektive Meinungen höre, die mir bei der Entscheidungsfindung helfen.

Gruß
melajohanna

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A
armand_12285185
30.04.09 um 12:48

Mehrkosten gleitopt. Brackets etc.
Was ich mich bei der ganzen Problematik frage ist folgendes:

Es wird einem u.a. erklärt, dass die Behandlung durch die moderneren Brackets einfacher, schneller und unkomplizierter wäre. Ähnliche Argumente werden u.a. neben geringerer Strahlenbelastung für das digitale Röntgen vorgebracht, die Bilder besser verarbeit- bzw. nutzbar.
Das hört sich doch nach einer Kostenersparnis auch im Hinblick auf Leistungen an, die von der Kasse bezahlt würden. Es erleichtert ja dem behandelnden Kieferorthopäde seine Arbeit für die er trotz Erleichterung (Zeitersparnis) dasselbe mit der Kasse pro Einstellung abrechnet und die Kasse spart auf jeden Fall durch eine kürzere Gesamtbehandlungsdauer.

Wieso zahlt dann der Patient dafür einen solch hohen Eigenanteil bzw. Zuschlag?

Wer soll schon als Laie beurteilen können, ob Untersuchungen der Kopf-, Kiefer-, und Halsgelenke notwendig sind, was die Kasse offenbar nicht für notwendig hält. Schon dafür werden 160,- Euro verlangt - dazu noch das Einstellen der Modelle 'in den Schädelsimulator' 184 Euro und, und, und.

Ich hab mich nicht gerade darüber gefreut, dass die Kasse von den 2700 Euro nur erst 2000 bezahlt und 700 vorgestreckt werden müssen. Dass die Empfehlung der Orthopäden dann aber noch dazu ca. 2700 Euro ausmachen, die 'privat' gezahlt werden müßten, das ist dann doch kein Spass mehr. Das sind dann schon über 3000 Euro für die Zähne eines Kindes, für Kosten die man nicht selber ursächlich zu verantworten hat. Wofür zahlt man denn jeden Monat Beiträge in eine Versicherung, die höher sind als die Monatsmiete eines Hauses?


Meistens hat man nicht nur ein Kind und zudem hat man noch andere Kosten zu schultern, wie z.B. ein paar Jahre später das Studium usw. für die man auch ansparen sollte.

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